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Als Christ in Zeiten von politischen Unruhen und Demonstrationen - Pegida

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70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind viele Menschen dankbar und beunruhigt zugleich. Der Dankbarkeit für 70 Jahre Frieden in Deutschland und einer friedlichen Revolution als Auslöser der Wiedervereinigung stehen Besorgnis erregende aktuelle Meldungen gegenüber: Terrorangst in Deutschland, Eurokrise, Anschläge in Frankreich und Belgien, Ukraine-Konflikt und unzählige politische Unruhen weltweit.

Viele Menschen haben Angst vor einer unsicheren Zukunft, vor sich weltweit verändernden politischen Verhältnissen, Terror und Krieg. Zu den größten Ängsten der Deutschen im Jahre 2014 gehörten: Überforderung der Politiker (44%), Spannungen durch Ausländer (43%), Terrorismus (39%) und Krieg mit deutscher Beteiligung (35%). (vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/321259/umfrage/umfrage-zu-den-groessten-aengsten-der-deutschen/)
Der deutsche Verein „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) versucht mit Demonstrationen auf diese Ängste zu reagieren. Tausende gehen hierzulande auf die Straßen, um sich mit Transparenten und in Sprechchören der einen oder anderen politische Seite zugehörig zu zeigen. Pegida-Demonstrationen und Gegendemos finden in vielen Städten statt.
(vgl. http://www.bild.de/regional/dresden/polizei/polizei-kann-sicherheit-bei-pegida-demos-nicht-mehr-garantieren-39355920.bild.html)

   Die Meldungen in den Medien überschlagen sich: Pro und Contra der bestehenden Asylpolitik, Stellung zum Islam und die Frage des generellen Miteinanders zwischen den hier Geborenen und aus anderen Ländern Hinzugekommenen.
Als Reaktion auf Pegida heißt es bei „Spiegel online“: „Wie reagieren auf Pegida? Migrationsforscher fordern ein neues pluralistisches Leitbild, das auch Eingang in die Lehrpläne an Schulen findet. Der Begriff "Wir Deutsche" sei neu zu definieren.“ (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-migrationsforscher-fordern-neues-leitbild-fuer-deutschland-a-1011260.html) Es wird die Einsetzung einer „Leitbildkommission“ gefordert, die erarbeiten solle, „wie der Zusammenhalt in einer pluralistischen republikanischen Gesellschaft gelingen könne.“ (vgl. ebd.)
Auch Christen verfolgen teils interessiert, teils besorgt, das gegenwärtige Gerangel um die Sicht auf den Islam. „Islamfeindlich“ ist in diesen Tagen ein viel genutztes polarisierendes Wort. Was bedeutet hingegen „islamfreundlich“? Ist es möglich, einem Moslem freundlich zu begegnen ohne seine Religion gutzuheißen? Ist jemand ausländerfeindlich, wenn er dem Islam kritisch gegenübersteht? Haben wir überhaupt eine Meinung? Welches Banner haben wir hochzuhalten?

Bannerträger

Wir gehen nicht zu Demos - doch wir tragen auch ein Banner:

„Wir müssen das Banner mit der Inschrift "Die Gebote Gottes und der Glaube Jesu" hochhalten.“ (E.G. White, Zeugnisse Band 8, S. 199)

Schon lange vor Pegida und den Demos haben unsere Vorfahren Stellung bezogen und sich um ein christliches Verständnis bemüht, das als ein Leitbild verstanden werden kann. Es ist der Name unserer Gemeinschaft:
Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, Reformationsbewegung.

INTERNATIONALE

Wir sind international eingestellt, eine Tatsache, die uns während des Nationalsozialismus´ das Verbot einbrachte. Die Begründung lautete:

„Die ‚Siebenten-Tags-Adventisten (Reformbewegung) verfolgt unter dem Deckmantel der religiösen Betätigung Ziele, die der Weltanschauung des Nationalsozialismus zuwiderlaufen. Die Anhänger dieser Sekte verweigern den Wehrdienst und lehnen es ab, den Deutschen Gruß anzuwenden. Sie erklären offen, dass sie kein Vaterland kennen, sondern international eingestellt seien und alle Menschen als Brüder betrachten. Da das Verhalten dieser Sekte geeignet ist, Verwirrung unter der Bevölkerung zu erregen, war ihre Auflösung zum Schutze von Volk und Staat erforderlich.“ (Warum gibt es unter den Siebenten-Tags-Adventisten eine Reformationsbewegung, IMG, S. 34)

Wir fühlen uns mit allen Menschen verbunden, sehen uns als Teil der großen Familie der Geschöpfe Gottes - über Ländergrenzen und jeglichem Ansehen der Person hinweg. Wenn Menschen mit der Qualifizierung „Fremder“ und „Gast“ belegt werden sollen, dann trifft es uns alle. Gott sagt: „… ihr seid Fremdlinge und Gäste vor mir.“ 3. Mose 25,23

„Von Abrahams Nachkommenschaft sagt die Schrift: "Diese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verheißene nicht erlangt, sondern es nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind." Wir müssen hier Gäste und Fremdlinge bleiben, wenn wir "eines besseren Vaterlandes, nämlich eines himmlischen", begehren. Die Abrahams Kinder sind, werden die Stadt suchen, auf die auch er wartete, "deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Hebräer 11,13.16.10. “ (E.G. White, Patriarchen und Propheten, S. 147)

MISSIONSGESELLSCHAFT

Eine Mission ist eine Aufgabe. Welche Aufgabe haben wir?

1. Hilfe für Bedürftige

„Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch und Blut.“ Jesaja 58,7

Es ist unsere Aufgabe und ein Herzensanliegen, die Nöte und Bedürfnisse anderer Menschen wahrzunehmen und im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. „Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.“ Sprüche 3,27 Dabei spielt es keine Rolle, wer dieser Mensch ist, der uns braucht, wo er herkommt, was er glaubt oder gar ob er uns unsere Hilfen vergelten kann.

„ … gleichbleibende Sanftmut, Freundlichkeit und tätige Nächstenliebe heißen diese Lichter, welche die Welt erhellen und den Gegensatz zur Finsternis bilden, die aus der Selbstsucht des natürlichen Herzens kommt.“ (E.G. White, Patriarchen und Propheten, S. 112)

Auch unsere Hilfswerke „Guter Samariter“ und „Brücke zum Leben“ setzen diese praktische Nächstenliebe um.

Wir lesen zum biblischen Aufruf „Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ Hebräer 13,2 :

„Fremde aufzunehmen ist ein Wagnis, das nicht angenehm erscheint. … Aber es liegt etwas Gutes darin, ein Wagnis einzugehen. Vielleicht beherbergen wir Engel.“ (E.G. White, Zeugnisse Band 2, S. 32)

2. Einladung zum Glauben an Jesus Christus

Der aktuelle Ruf nach mehr Integration von Asylbewerbern hat durchaus eine religiöse Komponente. Während die Einen es schlichtweg als ungerecht empfinden, wenn in Deutschland zahlreiche Moscheen gebaut werden (vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/36948/umfrage/anzahl-der-moscheen-und-kirchen-in-deutschland/), während in vielen islamischen Staaten schon der Besitz einer Bibel die Todesstrafe zur Folge hat (vgl. https://www.opendoors.de/verfolgung/), betonen andere den Minderheitenschutz und rufen nach einer tolerierten und akzeptierten Religionsausübung selbst da, wo sie unseren Werten und Normen zuwiderläuft (z.B. Ehemann von bis zu vier Ehefrauen, Gewalt gegen Frauen, im Scheidungsfall verliert die Frau die Kinder, Ganzkörperverhüllung, Frauen dürfen nur die Hälfte erben, Geschlechtertrennung, vgl. http://www.islamisches-zentrum-muenchen.de/html/islam_-_frau_und_familie.html#05).

Es wäre zu wenig, wenn uns ausschließlich die irdischen Bedürfnisse unserer Mitmenschen wichtig wären. „So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ 2. Korinther 5,20 Es kann uns nicht gleichgültig sein, ob die Menschen aus anderen Ländern, aus anderen Kulturkreisen und in anderen religiösen Einflussgebieten Jesus Christus kennenlernen oder nicht. Wenn Jesus sagt: „… niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Johannes 14,6 , können wir nicht gleichzeitig in pluralistischer Denkart jede andere Religion als gleichwertige Alternative zur Ewigkeit betrachten. Was wir tun können, ist aufklären, anbieten und einladen - ohne Zwang und Verurteilung.

Wie könnte eine pluralistische Integration aussehen? Drängt sich nicht der Gedanke einer Ökumene auf, die alle verschiedenen Weltanschauungen unter dem kleinsten gemeinsamen Nenner und einer Universalführung vereinigt? Was wird uns geraten? „Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.“ 1. Timotheus 4,16

DER SIEBENTEN-TAGS-ADVENTISTEN

Uns ist jedes der Zehn Gebote Gottes wichtig, wobei wir das unter vielen Christen in Vergessenheit geratene Sabbatgebot betonen. Im Sabbatgebot steckt auch Asylpolitik:

„Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn." 2. Mose 20,8-11

Hier finden wir die Einladung zur Sabbatheiligung auch für fremde Mitmenschen, die unsere Gäste sind. Es geht um ein freundliches Miteinander, das auch die Möglichkeit der Teilhabe an unseren Werten und Normen, an unserer Lebensart, beinhaltet.
Dabei ist zu bedenken, wie lange oder unter welchen Umständen jemand als fremd bezeichnet werden sollte. Wir kennen z.B. das Zusammengehörigkeitsgefühl in manchen Dörfern, die Mitbewohner, die nicht von Geburt an im Ort wohnten und eine Ahnengalerie von Ortsansässigen vorweisen können, als Zugezogene bezeichnen. Was ist mit den Kindern von aus anderen Ländern stammenden Eltern, die schon lange mit uns leben oder sogar hier geboren wurden? Ist es nicht christlich, alle Menschen wie im obigen Gebot in einer Reihe aufzuzählen: eigene Kinder, Mitarbeiter, Gäste und Ausländer? Hier passt der Spruch: „Jeder ist Ausländer, fast überall.“ Die Deutschen machen gern in aller Welt Urlaub und dürfen eine Liebe zu all den Landsleuten mit nach Hause nehmen.

REFORMATIONSBEWEGUNG

Diese Bewegung innerhalb des Adventismus´ entstand zur Zeit des Ersten Weltkrieges aus den Kriegsdienstverweigerern. (vgl. Warum gibt es unter den Siebenten-Tags-Adventisten eine Reformationsbewegung, IMG) Reformadventist zu sein bedeutet, seiner pazifistischen Einstellung auch im Kriegsfall und unter Verfolgung treu zu sein. Bezugnehmend auf unser Verhalten Ausländern und Andersgläubigen gegenüber heißt das: Wir stehen allen Menschen friedlich gegenüber, lehnen jede Art von Gewalt und Feindseligkeit ab und beteiligen uns an keinerlei Aktionen, die anderen Menschen Schaden zufügen.

Im Alten Testament wurde uns Jesus Christus als Friedefürst angekündigt (vgl. Jesaja 9,5 .

„Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. … Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. … Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Matthäus 5,5-9

Das ist urchristliches Glaubensgut und erfüllt die Kinder Gottes.

Schaue auf Jesus!

Welche Fragen sich uns auch in den Weg stellen, zu welchen Stellungnahmen wir uns gedrängt fühlen und wo wir uns auch zum Handeln aufgerufen fühlen, der Blick auf Jesus bewahrt uns vor Irrwegen. Im Leben Jesu erkennen wir eine liebevolle, hilfreiche Hinwendung zu allen Menschen, wobei Jesus das jetzige und ewige Heil am Herzen lag.

„Jetzt und immer sollen wir als ein besonderes Volk dastehen, frei von weltlicher Politik, unbelastet durch Bündnisse mit Menschen, die nicht weise genug sind, Gottes Forderungen, die in seinem Gesetz so deutlich zum Ausdruck kommen, zu erkennen.“ (E.G. White, Zeugnisse Band 7, S. 104)

„Suchet der Stadt Bestes … und betet für sie zum HERRN…“ Jeremia 29,7 Das darf auch unsere Aufgabe sein - ganz ohne politischen Streit und Parteilichkeit.

„Jeder in dessen Herz Christus wohnt, jeder, der des Herrn Liebe der Welt kundtun will, ist Gottes Mitarbeiter zum Segen der Menschheit. Wie er Gnade vom Heiland empfängt, um sie andern mitzuteilen, fließt von seinem ganzen Wesen eine Flut geistlichen Lebens.“ (E.G. White, Das Wirken des Apostel, S. 13)

Unsere Demonstration findet nicht lokal und temporär organisiert statt. Wir demonstrieren unseren Glauben durch unser Leben: an jedem Ort und zu jeder Zeit.

„Ein geheiligtes christliches Leben verbreitet immer Licht, Trost und Frieden. Es ist geprägt von Lauterkeit, Zartgefühl, Arglosigkeit und Hilfsbereitschaft. Es wird von jener selbstlosen Liebe beherrscht, die heiligenden Einfluss ausübt. Weil Christus es erfüllt, hinterlässt es überall leuchtende Spuren.“ (E.G. White, Patriarchen und Propheten, S. 648)

Im Blick auf die politischen Unruhen unserer Zeit dürfen wir wissen: Gott ist der Herr über die Geschichte und wenn wir auf Seiner Seite stehen, haben wir nichts zu befürchten. Jesus versteht unsere Situation, auch unsere Ängste, und sagt zu uns: „In der Welt habt ihr Angst: aber seid getrost ich habe die Welt überwunden.“ Johannes 16,33 Jesus Christus hat uns versprochen, wiederzukommen und Seine Kinder zu sich zu nehmen. „Wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, so will ich wieder kommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“Johannes 14,3. Dann wollen wir dabei sein und uns schon jetzt darauf freuen.


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Klicks: 731 | Veröffentlicht am 16.02.2015


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Quellen aus diesem Artikel

 1Die Internetseiten wurden im Januar 2015 aufgerufen.

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